| Neue
Funktionen und Testmethoden
Mit der zunehmenden Rechenleistung von
Prozessoren, Bauteilen und Bildverarbeitung in Geräten wie
Scanner und digitale Kameras haben sich die Möglichkeiten
der internen Bildaufbereitung in den letzten Jahren grundlegend
gewandelt:
Bilder werden umfassend modifiziert und mit
wahrnehmungstechnischen Tricks auf eine bessere subjektive
Darstellung getrimmt. Dieser Vorteil für den Anwender bringt
immense Schwierigkeiten im Test- und Analysebereich. Klassische
Messverfahren können mit den teilweise stark modifizierten
Bilddaten nicht mehr zuverlässig umgehen. Mit derselben
Komplexität, mit der Bilder modifiziert werden, müssen
auch Analyseverfahren erweitert werden.
Auf der Basis neuester Forschungen und
Technologien der digitalen Bildverarbeitung werden bei Anders
Uschold Digitaltechnik Verfahren entwickelt, die diese neuen
Technologien bewerten können.
Beispiel: Auflösungsmessung
Klassische Verfahren zur Bestimmung
der Auflösung bei Bildern basieren meistens auf der
frequenzbasierten Fourier-Analyse oder auf der Bestimmung der
kontrastorientierten Modulations-Transfer-Funktion. Dabei treten
häufig folgende Probleme auf:
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Bei Scharfzeichnung in Kameras und Scannern liefern
klassische Verfahren falsche, meist zu hohe Ergebnisse
Die praktische Fourier-Analyse wird nur an einer
freistehenden Schwarzweiß-Kante gemessen, sie
erfasst nicht die Wiedergabe feiner Motivstrukturen
Testtafeln mit waagrechten, senkrechten oder
parallelen Linien liefern keine Aussagen über die
Auflösung bei anderen Ausrichtungen und sind
extrem empfindlich gegen Artefakte wie Moiré-Effekte
Störungen und Überlagerungen wie Moiré-Effekte
werden als kontrastreiche Auflösung fehlinterpretiert
und sogar positiv bewertet
Eine zu kleine Zahl von untersuchten Bilddetails
kann durch zufällig positive oder negative
Positionierung der Motivstruktur und des Sensors
unzuverlässig liefern, die zu gute oder schlechte
Ergebnisse produzieren
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Die neuen
Analysefunktionen, wie sie zum Beispiel im Testverfahren DCTau® verwendet werden, gehen
sehr viel weiter:
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Eingebaute, umfeldsensitive Funktionen können die
Auflösung mit Korrektur der Scharfzeichnung bewerten
Komplexe und rechenzeitintensive aber robuste Verfahren
werden der leicht zu implementierenden und schnellen
Fourier-Analyse generell vorgezogen
Die Auflösung wird an Testtafeln mit kontinuierlich
feinen Strukturen in allen Ausrichtungen von 0 bis
360 Grad gemessen um eine Aussage über beliebig
feine Bilddetails in jeder Richtung zu erhalten
Störungen, wie Moiré-Effekte können als solche
erkannt und damit bewertet und sogar ausgeschlossen
werden
Mit einer extrem hohen Anzahl von Einzelmessungen
werden statistische Fehler durch optimale und nichtoptimale
Positionierung vermieden und eine sehr hohe Genauigkeit
erreicht |
Beispiel: Scharfzeichnung
Für die Messung der Scharfzeichnung
gibt es derzeit keine etablierten Ansätze in anderen
Verfahren. Wenn überhaupt, dann wird sie visuell und
subjektiv von Fachleuten bewertet. Im Testverfahren DCTau
befindet sich ein automatischer, quantitativer Ansatz, der
folgende Eigenschaften untersucht und bewertet:
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Messung und Einstufung der Scharfzeichnung nach
Helligkeitsänderung der betroffenen Bildbereiche
in Breite und Form der entstehenden künstlichen
Kanten
Asymmetrische Untersuchung der Kanten. Die
Wechselwirkung softwarebasierter Scharfzeichnung und
hardwarebasierter Veränderungen der Kantenwiedergabe,
zum Beispiel durch Kontrastverlust des Objektives oder
Blooming des Sensors, kann beurteilt werden
Messungen an Motivvorlagen mit unterschiedlichem Kontrast
und allen im Bild möglichen Helligkeiten. Die
Verteilung der Scharfzeichnung abhängig von der
Bildhelligkeit wird ebenso gemessen wie der Mindestkontrast
ab dem eine Kante scharfgezeichnet wird
Die Scharfzeichnung wird derzeit an horizontalen, vertikalen und
diagonalen Kanten gemessen. Damit können Besonderheiten wie
zum Beispiel die um 45 Grad geneigte Sensor-Architektur des
Super-CCD von Fuji umfassend beurteilt werden |
Mehr Informationen zum Test
finden Sie unter DCTau®. Die
Thematik von Messungen bei unterschiedlichen Strukturen und
Moiré-Effekte erklären die Artikel News
zu Scharfzeichnung (459 kB) und Neue
Kameragenerationen (778 kB). Wissenschaftliche Informationen
enthalten Neue Standards für DIN
und ISO und Aktuelle
Forschungsprojekte.
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