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DCTau®Scan: Testverfahren für
Scanner
DCTau®Scan ist ein Testverfahren für Flachbettscanner,
das eng verwandt mit seinem Pendant bei digitalen Kameras
ist. Das Testverfahren für
digitale Kameras DCTau® wurde von Anbeginn als eine
wissenschaftliche Testumgebung konzipiert, die auf die typischen
Eigenschaften bildgebender und -verarbeitender Geräte
optimiert ist und mit pixelbasierten Bilddarstellungen arbeitet.
Unabhängig ob es sich bei dem Gerät um eine Digitale
Kamera, die ein 3D-Scanner ist, oder um einen Flachbettscanner,
der ein klassischer 2D-Scanner ist, handelt, die Prinzipien
besitzen stets die selben Eigenarten. So stehen die meisten
Funktionen aus DCTau® auch in DCTau®Scan zur
Verfügung oder werden gerade darauf portiert. In der
Testphase sind die unten genannten Funktionen erprobt. Für
die kommerzielle Anwendung werden derzeit noch Optimierungen an
den Testtafeln und Vorlagen durchgeführt.
Folgende Messergebnisse und Eigenschaften von DCTau®Scan
sind nach derzeitigen Stand international exklusiv und werden von
anderen Verfahren nicht geleistet oder angeboten:
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Automatische Auflösungsmessung an Strukturen
mit stufenlos variabler Feinheit bis 11.500 dpi
optische Scanleistung
Auflösungsmessung mit beliebiger Ausrichtung
von 0 bis 360 Grad
Automatische Berechnung der Auflösung mit
Stabilität gegen bildmanipulierende
Scannerfunktionen
Separate Messungen und Rückführung der
Leistungsfähigkeit von Optik, Sensorik
und Bildaufbereitung
Automatische Streuungs- und Zentrierungsmessung
Berechnung eines Systemwirkungsgrades für die
Bewertung und Optimierung des Gesamtsystems
Prüfung auf verdeckte Schäden und Justagedefekte
Messung der Scharfzeichnung an horizontalen und
vertikalen Linien mit beliebigem Kontrast
Kantenanalyse mit grafischer Darstellung von Artefakten
und Kontrastverlusten
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Übersicht und kurze Beschreibung der Testfunktionen
von DCTau®Scan 1.0
1. Auflösung
Übliche Messverfahren wie
die ISO 12233 liefern nur die Auflösungen entlang der
Laufrichtung der Scaneinheit und quer zur Laufrichtung.
DCTau®Scan berechnet die Auflösung bei Strukturen in
allen Ausrichtungen und an beliebigen Bildorten. Für eine
einfache Einschätzung und Vergleichbarkeit unterschiedlicher
Scannerklassen beschreibt der Systemleistungsindex die
durchschnittliche Leistung über dem gesamten Scanfeld und
detektiert uneffiziente Auflösungseinstellungen und
Interpolationen.
Die Auflösungsmessung erfolgt über die sog.
Kantenverwaschungsfunktion an Testvorlagen mit variabler
Strukturfeinheit. Als geeignete Testtafel dienen 9 angeordnete
Siemenssterne, an denen die Auflösung in Ausrichtungen von 0
bis 360 Grad mit einer repräsentativen Verteilung über
den gesamten Bildfeld zur Verfügung stehen.
Die Angaben
der Auflösung werden nach der inversen
Modulations-Transfer-Funktion berechnet. Diese zeigt für
jeden gewünschten Kontrast die maximal darstellbare
Auflösung von wiedergegebenen Strukturen.
Messungen entlang der Scanrichtung
beschreiben die Stabilität und Präzision der Mechanik
und des Aufbaus. Quer zur Scanrichtung werden sowohl die
Parallelität und Justierung der optischen Einheit als auch
die Querfehler des abbildenden Objektives geprüft, das in
der Regel eine der stärksten Begrenzungen der erreichbaren
Auflösung darstellt. In der Darstellung der Auflösung
als Balkendiagramm wird für eine bessere Lesbarkeit die
vordere Balkenreihe auf Null gesetzt.
Testvorlage für die
Auflösungsmessung:

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Auflösung bei zwei
Kontrast-
werten, Balkendiagramm:

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Auflösung in allen vier
Farb-
kanälen mit der inversen MTF:

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Auflösung in den vier
Rich-
tungen 0, 45, 90, 135 Grad:

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2. Zentrierung und Schadensprüfung
Beobachtungen bei der Entwicklung
des Verfahrens und in aktuellen Tests zeigen, dass bei
Testgeräten eine relevante Streuung von Qualität,
Fertigung und Schadensbildern vorliegen kann. Besonders kritisch
stellen sich sog. latente Defekte dar. Für eine sichtbare
Fehlfunktion und Reklamation zu schwach können sie die
Leistung unbemerkt aber teilweise erheblich schwächen. Im
redaktionellen Test ist die Veröffentlichung der Ergebnisse
eines nicht repräsentativen Gerätes in höchstem
Masse bedenklich, da sie die korrekte Leistungsbeschreibung und
Darstellung unzulässig verfälschen.
Die differenzierte Analyse der Auflösung ermöglicht
eine sehr zuverlässige Detektion solcher „Hidden
defects“. Damit liefert DCTau maximale Sicherheit in
redaktionellen Tests und stellt auch bei Herstellern ein
sinnvolles Werkzeug für die Endkontrolle und
Qualitätssicherung dar.
Gute Auflösung am
Rand der Scanfläche:

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Schlechte
Auflösung mit
Störungen in der Mitte:

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Deutlich höhere
Auflösung am
Bildrand als in der Bildmitte:

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Höhere Auflösung im
korrekt
justierten Randbereich:

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Niedrigere Auflösung im
falsch
justierten Mittelbereich:

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3. Rauschen und Artefakte
Anhand
eines kontinuierlichen Graukeils werden stufenlos Rauschen und
Artefakte in den drei Farbkanälen und allen Helligkeiten
gemessen. Dabei wird zwischen dynamischem, d.h. zufälligem
Rauschen durch die Signalgenerierung und statischem, d.h. festem
Rauschen unterschieden, das durch Abweichungen und Fehler der
einzelnen Sensorzellen verursacht wird. Das statische Rauschen
ist hauptverantwortlich für das Auftreten von Schlieren
entlang der Scanrichtung. Als Anteile werden das farbneutrale
Helligkeitsrauschen und das physiologisch unangenehmere
Farbrauschen unterschieden.
| Sehr starkes Rauschen besonders in
dunklen Bildpartien:

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Darstellung des Rauschens
über allen Helligkeiten:

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Sichtbares
Rauschen an
dunklen Strukturen:

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4. Opto-elektronische-Übertragungsfunktion,
Eingangsdynamik und Ausgangsdynamik
Die
Umwandlung des Eingangssignales zum Ausgangssignal erfolgt
parallel zur Rauschmessung. Die Untersuchung dieser Funktion,
genannt opto electronic conversion function OECF, findet
ebenfalls auf allen Farbkanälen und dem mittleren Grau
statt. Für den Anwender haben folgende Messwerte die
jeweiligen Auswirkungen:
Die
Eingangsdynamik entspricht dem Dichteumfang. Hohe Werte
gewährleisten Scans bei sehr kontrastreichen Vorlagen ohne
Ausbrennen von Lichten und Schatten. Besonders wichtig im
grafischen Einsatz oder bei Röntgenfilmen und zur
farbdifferenzierten Korrektur dunkler Bereiche in
Diavorlagen.
Die
Ausgangsdynamik beschreibt den Kontrastreichtum der
Bildwiedergabe. Bei Scannern besitzt sie nicht den Stellenwert
anderer Geräte wie Digitale Kameras oder
Videosysteme.
| Signalübertragung und
OECF:

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5. Scharfzeichnung, Kantenverläufe
Als
besondere Funktion berechnet DCTau®Scan die Kantenverläufe an
scharfen Übergängen unterschiedlicher Helligkeit. Dabei
auftretende Einschränkungen entstehen durch Scharfzeichnung
und Kontrastverluste durch begrenzte Leistung des Objektives oder
seltener Flare am Sensor. Die Scharfzeichnung wird in Ihrer
Stärke an horizontalen und vertikalen Kanten separat an der
hellen und dunklen Seite ermittelt. Damit lassen sich auch
Richtwerte für eine optimierte Qualitätsverbesserung
durch asymmetrische Scharfzeichnung finden.
Kantenartefakte durch
Scharfzeichnung
bei hohen und mittleren Bildkontrasten:

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6. Helligkeitsverteilung
Randabdunklung ist eine
Eigenschaft des Objektives und verursacht einen
Helligkeitsverlust quer zur Scanrichtung, die ausgeglichen werden
muss. Die Gleichmässigkeit der Helligkeitsverteilung
über dem Scanfeld ist für die gleichmässige
Ausleuchtung wichtig. Schwankungen sind oft ein Indiz für
einen zu einfachen Aufbau der Lichtquellen.
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